Deutzer Brücke von 29.06. bis 02.09. für KVB-Bahnen gesperrt: Linie 7 und weitere Stadtbahnen getrennt – Ersatzbusse

Baumaßnahmen Deutzer Brücke: Einschränkungen bei den Linien 1, 7 und 9

Zwischen dem 29. Juni und 2. September 2026 kommt es aufgrund gebündelter Baumaßnahmen zwischen Deutz und Bensberg zu umfangreichen Einschränkungen im Stadtbahnverkehr. Betroffen sind die Linien 1, 7 und 9, die in mehreren Abschnitten getrennt werden. Grund ist unter anderem der Austausch einer Dehnungsfuge an der Deutzer Brücke, die in diesem Zeitraum für Stadtbahnen gesperrt ist.

Phasen der Bauarbeiten

Die Maßnahmen sind in drei Phasen unterteilt, die sich hinsichtlich Streckensperrungen und Ersatzverkehr unterscheiden.

Phase 1 (29.06. – 13.07.)

  • Ersatzbus Linie 101 zwischen „Neumarkt“ und „Koelnmesse“ im 2–3-Minuten-Takt

Phase 2 (ab 14.07.)

  • Linie 101 weiterhin zwischen „Neumarkt“ und „Koelnmesse“ (zunächst 2–3-Minuten-Takt)
  • Ab 20.07.: Taktverdichtung auf 5 Minuten
  • Zusätzlich: Linie 107 zwischen „Neumarkt“ und „Zündorf“ im 10-Minuten-Takt

Phase 3

  • Linie 107 weiterhin zwischen „Neumarkt“ und „Zündorf“
  • Linie 109 pendelt zwischen „Neumarkt“ und „Koelnmesse“
  • Linie 101 fährt verlängert bis „Bensberg“ (10-Minuten-Takt)

Auswirkungen auf Linie 7

Die Linie 7 wird im gesamten Zeitraum unterbrochen:

  • Linksrheinisch: Verkehr nur zwischen „Frechen Benzelrath“ und „Neumarkt“
  • Rechtsrheinisch: Inselbetrieb zwischen „Zündorf“ und „Deutzer Freiheit“
  • Keine direkte Verbindung über die Deutzer Brücke

Trennungszeiträume

Zeitraum Unterbrechung Ersatz
29.06. – 19.07.2026 Neumarkt – Deutzer Freiheit Linie 101
20.07. – 02.09.2026 Neumarkt – Zündorf Linie 107

Ersatzverkehr

  • Linie 101: Neumarkt (Bussteig A) – Koelnmesse; zusätzlicher Halt Cäcilienstraße
  • Linie 107: Ab 20.07. zwischen Neumarkt und Zündorf

Alternative Verbindungen

Die KVB empfiehlt, alternativ die Linien 3 und 4 über die Severinsbrücke zu nutzen.

Weitere Informationen

KVB-Pressemitteilung

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Porz behandelt das Thema am 23. Juni 2026 in einer „Aktuellen Stunde“.

Zur Tagesordnung

Poller Repair Café im Quartier am Hafen am 04.07.2026 / alle Termin 2026

Jeden 1. Samstag des Monats von 13.00 bis 18.00 Uhr
startet das Repair Café in Poll im Quartier am Hafen.

Die nächsten Termine im Repair Café in Poll

  • 04.07.2026
  • 01.08.2026
  • 05.09.2026
  • 07.11.2026
  • 05.12.2026

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber eine Email an repaircafepoll@gmx.de mit Gerätebezeichnung, Alter des Geräts, eventuellen Fotos und einer Fehlerbeschreibung und was schon gemacht wurde hilft uns, uns auf die Reparatur vorzubereiten.

repaircafe-koeln.de/poll

Maibaumniederlegung / Ein festlicher Abschluss der Maitradition

Poller Maibaumniederlegung

Ein festlicher Abschluss der Maitradition

Der Poller Maigeloog informiert:
    Am Freitag, 19.Juni 2026 
wurde der Maibaum feierlich niedergelegt – und damit geht eine der schönsten Traditionen unseres Veedels würdevoll zu Ende.

Was am 01.Mai 2026 mit dem gemeinsamen Aufstellen des Maibaums begann, fand nun seinen krönenden Abschluss.
Der Maibaum steht wie kein anderes Symbol für Gemeinschaft, Frühlingsfreude und gelebtes und offenes Brauchtum – und verdient auch beim Abschied einen festlichen Rahmen.

Ein besonderes Highlight erwartete die Gäste in diesem Jahr: Die Poller Maikönigin war persönlich erschienen, um den Baum gemeinsam mit allen Anwesenden feierlich zu verabschieden.
Anschließend wurde der Maibaum vom Poller Maigeloog zu seiner Ersteigerin transportiert – ein letzter, traditionsreicher Schritt, der dem Brauch seinen vollständigen Lauf ließ.

 

     

  

 



Reihmeisterin Marita Strathmann und das gesamte Maigeloog.team
Poller Maigeloog
c/o Hans Burgwinkel
Schenkspfad 5
51105 Köln
0171-5282817

 

15.Poller Irish Night: 17.04.2027

15. Poller Irish Night
am 17. April 2027

Am 28. November verwandelt sich der Marktplatz erneut in ein winterliches Wunderland für Kinder

Der Weihnachtsbaum auf dem Poller Marktplatz wird vom Poller Maigeloog und dem Netzwerk Poller Vereine
am Samstag, 28.11.2026, zwischen 11:00 und 13:00 Uhr
beleuchtet und von Kindern öffentlich geschmückt. Der Nikolaus und sein Gefolge werden gegen 12:00 Uhr erwartet.

St. Nikolaus mit Engel auf Pferden und Knecht Ruprecht beim Poller KinderAdvent – Kinder schweben himmelwärts
Der Weihnachtsbaum auf dem Poller Marktplatz wird vom Poller Maigeloog und Netzwerk Poller Vereine am Samstag, 29.11.2025, zwischen 11:00 und 13:00 Uhr beleuchtet und von Kindern öffentlich geschmückt. Sankt Nikolaus und seine Begleitung werden gegen 12:00 Uhr erwartet.
Auch der /die neue Bezirksbürgermeister/in st eingrladen, den Nikolaus nebst seiner Begleitung zu begrüßen und die Kinder zu beschenken Sankt Nikolaus hat sich für den Poller-Kinder-Advent Hilfe geholt. Beim Transport der vielen Süßigkeiten von Myra (Kleinasien) nach Köln-Poll helfen ihm 2 Engel vom Team um Gaby Frebel mit Pferden sowie
ein „lieber“ Knecht Ruprecht.
Nach Rückzug des ehemaligen Reihmeister Hans Burgwinkel wird der Poller Kinderadvent vom neuen Kernteam des Maigeloogs organisiert.
Zuerst wird ab 11:00 Uhr der Weihnachtsbaum geschmückt – der Dachdeckerbetrieb Remac hat kurzfristig seinen Hubkran zur Verfügung gestellt, damit Kinder himmelwärts  schweben können und selbst den Weihnachtsbaum mit Weihnachtsschmuck von zuhause, dem Kindergarten oder der Schule schmücken
können.
Gleichzeitig können Kinder selbst Weihnachtsschmuck basteln. Ab 11:30 Uhr singen die Kinder weihnachtlichen Weisen unter der Anleitung von Mary Strathmann.
Durch Spenden und Unterstützung vieler Poller kann somit auch dieses Jahr wieder die weihnachtliche Zeit in Poll fröhlich eröffnet werden.
Seit 2011 wird auf Anregung des „Netzwerk Poller Vereine“ eine Poller Tradition des Poller Maigeloogs wiederaufgenommen, nach der der Weihnachtsbaum unter der Leitung des Maigeloogs auf dem Marktplatz von Kindern geschmückt wird. Nachdem 2006 Vandalen die Halterung des Weihnachtsbaumes gelöst hatten, war dieser nach Marktende – zum Glück – auf den leeren Markplatz gestürzt. Daraufhin hatte das Maigeloog die Tradition des Weihnachtsbaumschmückens zunächst eingestellt Für die kleinen „Baumschmücker“ steht Kindertee, Kakao, Waffeln und Gebäck bereit, die großen erwartet zusätzlich leckerer Glühwein.
Spontan erklären sich immer mehr Poller Geschäftsleute und Privatpersonen bereit, die Aktion für Kinder zu unterstützen. So stiften u.a. das Restaurant „Meta“ Frikadellen, das „Alt Poller Wirtshaus“ Glühwein, RTC Germania und Eric Latre Belgische Waffeln und verschiedene Familien Weihnachtsgebäck.

P o l l e r M a i g e l o o g

Vorstand: Hans Burgwinkel, Maria Lamers, Albert Trockenbroch, Dennis Burgwinkel
Leitende Koordinatorin; Nora Bongherz
Reihmeisterin: Mary Strathmann c/o Hans Burgwinkel: Schenkspfad 5, 51105 Köln

 

Fotogalerie kinderadvent 2025
https://media.odburg.de/runa/hans/

01.05.2026 Poller Maifestspiele

10:30h Maiumzug mit Transport des Maibaums

10.45 h Maispiel vor Geschäftszentrum Salmstr.

11 Uhr – 17 Uhr Poller Marktplatz

Umzug & Aufstellen vom Maibaum
Danach folgte ein Bühnenprogramm auf dem Marktplatz

Traditionelle Poller Maispill

–> Bildergalerie <–

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Hintergründe

Das Poller Maigeloog ist ursprünglich eine Junggesellenvereinigung mit mittelalterlichen Wurzeln und wurde erstmals 1556 in der Deutzer Kirchenchronik erwähnt. Und dass der Junggesellenverein bei uns inzwischen von einer Frau geführt wird, ist typisch für Poll als traditionsbewusstes modernes Dorf.

Der heutige Maigeloog Verein wurde 1993 von Hans Burgwinkel neu gegründet und entwickelte das eintägige Maifest zu einem mehrmonatigen „Maispill“ unter besonderer Berücksichtigung der Poller Traditionen und des Maifisches.
Diese Tradition wird seit 2024 von Mary Strathmann als  gemeinsam mit einem Leitungsteam fortgeführt. Das Maispill und der ebenfalls organisierte Poller Kinderadvent benötigen inzwischen fast 12 Monate Vor- und Nachbereitung.


Kulturbeitrag

Auf Anregung vom „Pollkultur, der Poller Kulturverein

Sei mir gegrüßt, du lieber Mai,

mit Laub und Blüten mancherlei!
Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen,
vom Morgensonnenstrahl beschienen!
Wie fliegt ihr munter ein und aus
in Imker Dralles Bienenhaus
und seid zu dieser Morgenzeit
so früh schon voller Tätigkeit.
Für Diebe ist hier nichts zu machen,
denn vor dem Tore stehn die Wachen.
Und all´ die wacker´n Handwerksleute
die hauen, messen stillvergnügt,
bis daß die Seite sich zur Seite
schön sechsgeeckt zusammenfügt.
Schau! Bienenlieschen in der Frühe
bringt Staub und Kehricht vor die Tür;
Ja! Reinlichkeit macht viele Mühe,
doch später macht sie auch Pläsier.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Auf 6 Meter Länge 21 neue Verkehrsschilder an 13 neue Schildständer aufgestellt. Kann Poll damit den Weltrekord brechen?

Aufgrund einer zweimonatigen Baustelle auf dem Sandberg gab es einige interessante Begebenheiten.
Aber besonders bemerkenswert ist dabei das folgende Kuriosum:

Am 27.04.2026 wurden auf gerade einmal sechs Metern Straßenlänge gleich 21 neue Verkehrsschilder an 13 neue Schildständer aufgestellt – ein echter Rekord in Sachen Beschilderungsdichte!

Das Problem: Für alle Befragten vor Ort ist dieser Schilderwald so verständlich wie eine Bedienungsanleitung auf Altgriechisch. Viele kommen sogar zu dem logischen, wenn auch vermutlich falschen Schluss, dass der Fußgängerbereich ab Hausnummer 75 aufgehoben sei. Denn die Fußgängerschilder auf beiden Seiten der Straße weisen mit einem Pfeil ausdrücklich nur in Richtung Norden; Dies lässt die Annahme zu, dass der Fußgängerbereich an dieser Stelle in südlicher Richtung aufgehoben ist.

 

 

 

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Bis 22.06.2026: Auf dem Sandberg bleibt auf der Höhe „Bürger“zentrum eine Sachgasse.

Die Straße „Auf dem Sandberg“ bleibt bis ca. 22.06.2026 eine Sackgasse

Aufgrund einer Großbaustelle an der Hausnummer 6 wird „Auf dem Sandberg“ vom 27.04.2026  ab dem „Bürger“zentrum zur Sackgasse.
Die Straßensperrung soll nach aktuellem Stand bis zum 22.06.2026 bestehen bleiben. Im Bereich der Hausnummer 75 wurde während der Bauphase ein Zebrastreifen eingerichtet.

Baustellenverkehr:
Nach den derzeit öffentlich erkennbaren Angaben auf der Webseite der Stadt soll der Baustellenverkehr über die Siegburgerstraße geführt werden. Aus Sicht des Arbeitskreises Verkehr Poll+   stellt sich dabei die Frage, ob eine alternative Führung über Poller Damm eine spürbare Entlastung für die ohnehin stark belastete Siegburger Straße gebracht hätte. Hierbei wird Poll+ Gespräche mit zuständigen Stellen aufnehmen, so ein Nachbar aus dem Arbeitskreis.

Zu wünschen wäre:
Grundsätzlich wäre es womöglich eine gute Gelegenheit gewesen, die Nachbarschaft mit zwei Informationstafeln bereits kurz nach der Antragsstellung über das geplante Vorhaben zu informieren. So hätte die Öffentlichkeit die Möglichkeit erhalten, mit den zuständigen Stellen zu sprechen. Dadurch hätte die Verwaltung bei ihren Entscheidungen die lokalen Informationen und Hinweise berücksichtigen können. 

 

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Ratsbürgerentscheid: 39,68 % Wahlbeteiligung davon ca. 57% für Olympia in Köln / ca. 43% gegen Olympia in Köln

Ratsbürgerentscheid
39,68 % Wahlbeteiligung
davon ca. 57% für Olympia in Köln / ca. 43% gegen Olympia in Köln

Wenn weniger als 40 Prozent der Wahlberechtigten überhaupt ihre Stimme abgeben, sollte das allen Beteiligten zu denken geben – unabhängig vom Ergebnis. Von diesen ohnehin wenigen Wählern sprachen sich nur 57 Prozent dafür aus, während 43 Prozent dagegen stimmten: Rechnet man dies auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten um, hat kaum mehr als jeder Fünfte tatsächlich zugestimmt. Einen „klaren Auftrag des Volkes“ daraus abzuleiten, ist bestenfalls eine kreative Interpretation der Zahlen, schlimmsten­falls eine bewusste Irreführung. Denn die schweigende Mehrheit – jene über 60 Prozent, die den Urnen fernblieben – wird in dieser Lesart schlicht ignoriert. Eine Demokratie lebt von Beteiligung, und ein Ergebnis mit derart dünner Legitimationsbasis sollte mit Demut statt mit Triumphgesten verkündet werden. Die eigentliche Frage lautet daher nicht, wer gewonnen hat, sondern warum so viele Bürgerinnen und Bürger sich offenbar nicht mehr angesprochen fühlen. In diesem Kontext ist insbesondere die Politik gefordert, durch Reformen in die politischen Entscheidungsfindungen sowie durch umfassende Transparenzreformen in der Verwaltung steuernd einzugreifen.

In den kommenden Wochen wird sich die aktive Nachbarschaft intensiv mit dem Thema beschäftigen. Aufgrund meiner Erfahrung mit den Poller Traditionen des bürgerschaftlichen Engagements bin ich zuversichtlich, dass sich neue Wege und kreative Lösungsansätze auftun werden, um diese Herausforderung in eine echte Chance für ganz Köln und RheinRuhr zu verwandeln. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Politik und Verwaltung wirklich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger handeln und nicht nur die Interessen der Lobbyisten durchsetzen möchten.

Kommentar

Die positiven Bilder der Befürworter erwecken große Hoffnungen, sodass wir möglicherweise bereit wären, gravierende Risiken einzugehen. Und die negativen Szenarien der Gegner können uns hingegen dazu verleiten, übervorsichtig zu sein und auf mögliche Chancen zu verzichten.
Anstatt uns von rhetorischen Hoffnungen und Ängsten leiten zu lassen, können wir die bewährte Taktik der Banken und Versicherungen anwenden und analysieren, wie wahrscheinlich die Risiken im Vergleich zum Nutzen tatsächlich sind.
Hierbei stellt sich die Vertrauensfrage als erstes an. Daher sollten wir uns selbst die folgenden Fragen ehrlich beantworten:

  • Kosten: Wird die Stadt die Baukosten einhalten und das Großprojekt mit soliden Pufferreserven kalkulieren, um teure Überraschungen abzufedern? Oder wird es eher zu einer Kostenexplosion und  Bauproblemen kommen, die letztlich von den Kölnerinnen und Kölnern getragen werden müssen – wie bei manch anderem Prestigebauprojekt?
  • Interessen: Werden die Entscheidungsträger die Interessen der Menschen gegenüber den Interessen der Investorenlobby gut genug verteidigen? Oder werden sie am Ende Risiken für jahrzehntelange finanzielle, ökologische und soziale Nachteile für Köln und seine Bürgerinnen und Bürger abnicken, um die Risiken für die Gewinne der Investoren zu minimieren? 
  • Transparenz: Bleiben die Entscheidungsfindungen und die Kommunikation offen und transparent mit echten Bürgerbeteiligungen und unabhängigen Kontrollen oder ist nur mit Bürgerinformationen nach Pflicht zu rechnen, wobei überall der Schatten von Klüngel und Hinterzimmer-Absprachen lauert, die später zu Skandalen werden könnten?

Persönliche Meinung: Rein auf harte Erfahrungen gestützt, wird es leider recht dünn mit dem Optimismus – Fachlich ausgedruckt heißt es in etwa: „Asymmetrisches Risiko mit negativem Bias“ oder einfach gesagt: Die Vergangenheit der Stadtverwaltung und Kölner Rat deuten bei der Olympiabewerbung auf „Eisberg voraus!“ hin. 

Chance: Die Olympischen Spiele könnten Köln eine einmalige Chance bieten – allerdings nur, wenn alle Entscheidungen und deren Umsetzung wirklich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger erfolgen würden. Die aktuelle Art und Weise, wie Stadtrat und Verwaltung seit Jahrzehnten Entscheidungen treffen, ist jedoch weder transparent noch bürgernah genug, um dies zu gewährleisten. Die mangelnde Transparenz bei wichtigen Entscheidungen in Köln erweckt kein Vertrauen in gelungene Umsetzung der olympischen Spiele in Köln. Sie birgt vielmehr die Gefahr, dass aus einer Chance für die Stadt ein lukratives Geschäft für die Investoren und eine generationenüberdauernde Belastung für ihre Bewohnerinnen und Bewohner wird.
Das lässt sich aber auch positiv sehen. Das „Nein“ zu Olympischen Spielen aus Angst vor intransparenter Kölner Entscheidungskultur könnte der Anlass sein, eine grundlegende Transparenzreform in Köln auf den Weg zu bringen.
Damit würden solche weitreichenden Entscheidungen und ihre Umsetzung ausschließlich in offenen, transparenten und bürgernahen Expertenräten beschlossen werden. Das wäre ein Gewinn für alle Menschen und künftigen Generationen in Köln, wobei die Lobbyisten und ihre Netzwerke davon ausgenommen wären.
Eine echte Transparenzreform erfordert sicherlich eine mehrjährige Anstrengung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung, aber damit würden wir unseren Kindern die Gelegenheit geben, Köln für künftige Olympische Spiele zu bewerben, ohne dabei die Sorge haben zu müssen, mit ihrem „Ja” den Lobbyisten und dem Klüngel einen „Blankoscheck” ausstellen zu müssen.

Beitrag: Florian, der freundliche Analysator von nebenan

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19.04.2026 Ratsbürgerentscheid: Olympia in KölnRheinRuhr / Deine Stimme entscheidet

Olympiabewerbung der Region in 5 Sätzen:

  • Die Region KölnRheinRuhr bewirbt sich mit 17 Städten um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.
  • Köln würde eine zentrale Rolle spielen, und wäre unter anderem Standort eines temporären Olympiastadions, des Olympischen und Paralympischen Dorfes.
  • Ratsbürgerentscheid: Am 19.04.2026 werden Rund 817.000 Wahlberechtigte per Brief mit „Ja“ oder „Nein“ über die Beteiligung der Stadt an der Bewerbung abstimmen.
  • Befürworter erhoffen sich eine bessere Infrastruktur, mehr Barrierefreiheit, einen Schub für den Sport und ein modernes Image der Region.
  • Kritiker warnen vor hohen Kosten und damit möglicher Verschuldung, Umweltbelastungen, steigenden Mieten sowie Kürzungen und Streichungen anderer sinnvoller und nachhaltiger Aufgaben und Anliegen zugunsten eines Prestigeobjekts.

 

Köln als „Leading City“ bedeutet, dass die Stadt Austragungsort von 11 olympischen und 7 paralympischen Sportarten wird, ein temporäres Olympiastadion, das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Internationale Presse- und Medienzentrum errichtet werden. Ein zentraler politischer Meilenstein ist der 19. April 2026. An diesem Sonntag sollen in Köln und weiteren 16 Kommunen Ratsbürgerentscheide stattfinden, bei denen insgesamt rund vier Millionen Menschen über die Beteiligung ihrer Stadt an der gemeinsamen Bewerbung abstimmen. Die Auszählung ist für denselben Tag vorgesehen. Am 26. September 2026 will die DOSB-Mitgliederversammlung dann entscheiden, mit welchem deutschen Konzept – beispielsweise KölnRheinRuhr – Deutschland offiziell in das Auswahlverfahren des Internationalen Olympischen Komitees für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 eintritt.

Pro & Kontra

Viele Menschen in KölnRheinRuhr sind von der Idee begeistert, die Spiele direkt vor der eigenen Haustür zu erleben, weil Fans kurze Anreisen, volle Stadien und ein Stadtfest-Gefühl über Wochen erwarten. Gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich steigender Mieten, überfüllter Innenstädte, Sicherheitszonen, Umweltbelastungen  und der Möglichkeit, dass am Ende die Allgemeinheit Schulden tragen könnte, während nur wenige Unternehmen profitieren.

Die Befürworter tragen vor, dass in der Rhein-Ruhr-Region schon heute zahlreiche Stadien, Arenen und Schwimm- sowie Mehrzweckhallen existieren, sodass weniger komplett neu gebaut werden müsste und mehr Geld in Modernisierung und Barrierefreiheit fließen könnte.
Kritikerinnen und Kritiker sehen das Risiko, dass „temporäre“ Bauten doch teurer und dauerhafter werden als versprochen, dass Naturräume für Infrastruktur beseitigt, und dass andere wichtige Projekte in Verkehr, Bildung oder Klima­schutz zugunsten von Olympia geschoben oder gestrichen werden.

Die Vergangenheit bietet gute wie schlechte Beispiele

In Barcelona 1992 nutzte die Stadt die Spiele, um Hafen und Strand aufzuwerten, die Uferzone zu öffnen und Infrastruktur dauerhaft zu verbessern, wovon Einheimische und Gäste bis heute profitieren.
In Athen 2004 sehen viele Menschen die hohen Kosten, verwaiste Sportstätten und die Belastung der Staatsfinanzen kritisch und empfinden große Teile der damaligen Olympia-Strategie im Rückblick als Fehler.
London 2012 investierte in die Entwicklung des East End, schuf neue Parks und Wohngebiete und wird oft als Beispiel genannt, wie Sportgroßereignisse Stadtviertel langfristig aufwerten können.
Montreal 1976 kämpfte 30 Jahre (bis 2006) mit der Abzahlung der Olympiaschulden und gilt vielen daher als Mahnung, dass zu optimistische Finanzpläne und Prestige-Bauten eine Stadt sehr lange belasten können.
Sotschi 2014 (Winter): Die ursprünglich geplante Summe von 12 Milliarden Euro konnte nicht eingehalten werden. Nach der Unterzeichnung der Olympiaverträge musste die Veranstaltung realisiert werden, obwohl die Kosten letztlich auf 51 Milliarden Euro explodiert sind. Andernfalls wäre die finanzielle Belastung der Stadt insbesondere durch die  Vertragsstrafen noch höher gewesen.

Kommentar

Die positiven Bilder der Befürworter erwecken große Hoffnungen, sodass wir möglicherweise bereit wären, gravierende Risiken einzugehen. Und die negativen Szenarien der Gegner können uns hingegen dazu verleiten, übervorsichtig zu sein und auf mögliche Chancen zu verzichten.
Anstatt uns von rhetorischen Hoffnungen und Ängsten leiten zu lassen, können wir die bewährte Taktik der Banken und Versicherungen anwenden und analysieren, wie wahrscheinlich die Risiken im Vergleich zum Nutzen tatsächlich sind.
Hierbei stellt sich die Vertrauensfrage als erstes an. Daher sollten wir uns selbst die folgenden Fragen ehrlich beantworten:

  • Kosten: Wird die Stadt die Baukosten einhalten und das Großprojekt mit soliden Pufferreserven kalkulieren, um teure Überraschungen abzufedern? Oder wird es eher zu einer Kostenexplosion und  Bauproblemen kommen, die letztlich von den Kölnerinnen und Kölnern getragen werden müssen – wie bei manch anderem Prestigebauprojekt?
  • Interessen: Werden die Entscheidungsträger die Interessen der Menschen gegenüber den Interessen der Investorenlobby gut genug verteidigen? Oder werden sie am Ende Risiken für jahrzehntelange finanzielle, ökologische und soziale Nachteile für Köln und seine Bürgerinnen und Bürger abnicken, um die Risiken für die Gewinne der Investoren zu minimieren? 
  • Transparenz: Bleiben die Entscheidungsfindungen und die Kommunikation offen und transparent mit echten Bürgerbeteiligungen und unabhängigen Kontrollen oder ist nur mit Bürgerinformationen nach Pflicht zu rechnen, wobei überall der Schatten von Klüngel und Hinterzimmer-Absprachen lauert, die später zu Skandalen werden könnten?

Persönliche Meinung: Rein auf harte Erfahrungen gestützt, wird es leider recht dünn mit dem Optimismus – Fachlich ausgedruckt heißt es in etwa: „Asymmetrisches Risiko mit negativem Bias“ oder einfach gesagt: Die Vergangenheit der Stadtverwaltung und Kölner Rat deuten bei der Olympiabewerbung auf „Eisberg voraus!“ hin. 

Chance: Die Olympischen Spiele könnten Köln eine einmalige Chance bieten – allerdings nur, wenn alle Entscheidungen und deren Umsetzung wirklich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger erfolgen würden. Die aktuelle Art und Weise, wie Stadtrat und Verwaltung seit Jahrzehnten Entscheidungen treffen, ist jedoch weder transparent noch bürgernah genug, um dies zu gewährleisten. Die mangelnde Transparenz bei wichtigen Entscheidungen in Köln erweckt kein Vertrauen in gelungene Umsetzung der olympischen Spiele in Köln. Sie birgt vielmehr die Gefahr, dass aus einer Chance für die Stadt ein lukratives Geschäft für die Investoren und eine generationenüberdauernde Belastung für ihre Bewohnerinnen und Bewohner wird.
Das lässt sich aber auch positiv sehen. Das „Nein“ zu Olympischen Spielen aus Angst vor intransparenter Kölner Entscheidungskultur könnte der Anlass sein, eine grundlegende Transparenzreform in Köln auf den Weg zu bringen.
Damit würden solche weitreichenden Entscheidungen und ihre Umsetzung ausschließlich in offenen, transparenten und bürgernahen Expertenräten beschlossen werden. Das wäre ein Gewinn für alle Menschen und künftigen Generationen in Köln, wobei die Lobbyisten und ihre Netzwerke davon ausgenommen wären.
Eine echte Transparenzreform erfordert sicherlich eine mehrjährige Anstrengung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung, aber damit würden wir unseren Kindern die Gelegenheit geben, Köln für künftige Olympische Spiele zu bewerben, ohne dabei die Sorge haben zu müssen, mit ihrem „Ja” den Lobbyisten und dem Klüngel einen „Blankoscheck” ausstellen zu müssen.

Beitrag: Florian, der freundliche Analysator von nebenan

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