Deutzer Hafen veröffentlicht neue Termine und das Programm des Infopoints
Deutzer Hafen Köln: Fortschritte, Perspektiven und Diskussionen rund um das Großprojekt
Stand: April 2026
Baustelle im Zeichen vorbereitender Arbeiten
Auf dem Gelände des ehemaligen Industriehafens in Deutz schreiten die Arbeiten zur Erschließung des neuen Stadtquartiers deutlich voran. In den vergangenen Monaten wurden wichtige infrastrukturelle Maßnahmen umgesetzt, um die Basis für das künftige Wohn- und Arbeitsviertel zu schaffen.
Auf dem Poller Kirchweg laufen derzeit noch die Kanalarbeiten, insbesondere auf Höhe der früheren Mühlengebäude. Hier werden aktuell Sinkkästen für die Straßenentwässerung installiert. Parallel dazu beginnen in den kommenden Wochen die Pflaster- und Asphaltarbeiten – ein wichtiger Schritt, um die Straße wieder für den öffentlichen Verkehr freizugeben.
An der Kreuzung zur Straße Am Schnellert steht das Verbindungsbauwerk im Mittelpunkt. Hier treffen mehrere Bestandskanäle und ein neuer Kanal des Quartiers zusammen – ein komplexes, aber entscheidendes Element der zukünftigen Infrastruktur.
Rückbau und Vorbereitung für neue Grünflächen
Auch der Rückbau alter Strukturen ist weit fortgeschritten. Auf der Westseite des Hafenbeckens wurden Asphaltflächen, Gleisanlagen und alte Fundamente entfernt. Diese Entsiegelung schafft Raum für neue Park- und Freiflächen. Sobald die Flächen modelliert sind, übernimmt der Garten- und Landschaftsbau, der dem Gebiet neues Leben einhauchen soll.
Termine und Programm im Infopoint
Das Projektteam Deutzer Hafen bietet regelmäßig Sprechstunden und thematische Veranstaltungen im Infopoint (Siegburger Straße 108, ehemalige Mühlenverwaltung) an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten dort aus erster Hand Einblicke in den Fortschritt der Bauarbeiten und können Fragen stellen.
9. April 2026: Sprechstunde in Deutscher Gebärdensprache
7. Mai 2026: Urban Sketching und Projektfragen
11. Juni 2026: Führung „Rückbau und Infrastruktur“
9. Juli 2026: Führung „Freiraum und Grünflächen“
13. August 2026: Führung „Brückenbau“
10. September 2026: Kinderprogramm und Sprechstunde
8. Oktober 2026: „Erste Wohnungsbauprojekte“
12. November 2026: Einblicke ins Objektmanagement
10. Dezember 2026: Jahresausklang mit Ausblick
Hafentag 2026: Einblicke in die Zukunft
Am 5. September 2026 lädt die Stadt Köln gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft moderne stadt und den Stadtwerken Köln zum diesjährigen Hafentag an der Essigfabrik ein. Besucherinnen und Besucher können sich dort über den aktuellen Entwicklungsstand informieren und mit Planerinnen, Architektinnen und Bauverantwortlichen austauschen. Das detaillierte Programm wird in der nächsten Ausgabe des Newsletters veröffentlicht.
Zwischen Begeisterung und Kritik – Stimmen zum Projekt
In Fachkreisen gilt der Deutzer Hafen oft als eines der ehrgeizigsten Stadtentwicklungsprojekte Kölns. Und das zu Recht.
Bei der Planung und Umsetzung wurden seitens der Verwaltung und Politik bemerkenswerte Freiheiten in der Stadtteilentwicklung zugelassen und die ungewöhnlichsten Wünsche auf Kosten der Stadt genehmigt, von denen andere Stadtteile und parallel laufende Wohnprojekte nicht einmal träumen dürften.
Die großzügige Förderung für die Betreiberin, die „Moderne Stadt GmbH“, erlaubt es, die Probleme im neuen Stadtteil „Deutzer Hafen“ auf Kosten der benachbarten Stadtteile zu optimieren.
Bis 2040 sollen auf dem ehemaligen Hafengelände ca. 3.000 Wohnungen für ca. 7.000 Personen und zusätzlich ca. 6.000 Arbeitsplätze entstehen.
Die Stadt Verwaltung und Politk loben die nachhaltige Stadtplanung, die auf verdichtetes Bauen, energieeffiziente Infrastruktur und kurze Wege setzt.
Auch die Bürgerinitiativen loben diese Punkte, bemängeln aber gleichzeitig die fehlende echte Verkehrsplanung sowie die große Macht und Einfluss der Lobbyisten auf die Verwaltung und den Rat der Stadt Köln, wodurch eine eine demokratische Steuerung und Kontrolle aufgehoben zu sein scheint.
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