Poller Leuchten als leuchtendes Beispiel: Die Nachbarschaft beleuchtet einen Teil des HGK-Fußwegs selbst
Manchmal muss man die Dinge eben selbst in die Hand nehmen
Drei neue Bewegungsmelder-Leuchten am HGK-Fußweg sorgen für Aufsehen
Es war wie ein kleines Wunder: Plötzlich erstrahlten drei neue Leuchten mit Bewegungsmeldern auf dem HGK Fußweg (Der Weg neben Netto). Die Nachbarschaft staunte nicht schlecht, als sie die unerwartete Beleuchtung entdeckte. Doch wer steckte dahinter?
Wie aus Insiderkreisen bekannt wurde, war diese Aktion das Werk einer engagierten Nachbarschaftsgruppe. Sie beschlossen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und einen lang gehegten Wunsch der Nachbarschaft nach einer sicheren Beleuchtung für diesen Fußweg zu erfüllen.
Damit ist es geklärt: Das war keine nächtliche Stadtwerke-Aktion, sondern das pure Engagement aus der Nachbarschaft! Die aktive Nachbarschaft hat selbst zur Ideen und Lösungen gegriffen und in nur wenigen Tagen ein „Leuchtendes Beispiel“ geschaffen, wie sie es selbst nennen.
Der Hintergrund ist so ärgerlich wie verständlich: Insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Laurenz-Kiesgen-Straße ist der HGK-Fußweg die direkteste Verbindung zur Straßenbahnhaltestelle. Doch wer dort nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs war, musste sich im im Dunkeln tasten.
Die entsprechenden Anträge zur Beleuchtung des Weges, die in der Bezirksvertretung Porz eingebracht wurden, liefen erwartungsgemäß ins Leere. Die Kosten für die Kabelverlegung, Installation und Wartung der Beleuchtung erschienen angesichts der ungewissen Zukunft des Weges einfach zu hoch, um sie ohne weiteres zu bewilligen.
Schließlich ist die Entwicklung der Gleisstrecke und der benachbarten Flächen noch völlig offen. Die Ideen für die Zukunft der HGK-Terrasse sind vielfältig und umfassen eine Reihe von Vorschlägen, darunter eine komplette Renaturierung, oder die Verlegung der Linie 7 von der überfüllten Siegburger Straße auf die HGK-Schienen, oder auch eine Fahrradschnellstraße, wie sie beim Arbeitskreis VerkehrPoll+ angemeldet und protokolliert wurden. All diese Überlegungen dürften frühestens 2028, wahrscheinlicher jedoch erst ab 2030, umgesetzt werden.
In einer Zeit, in der Stadtteilentwicklungspläne über Jahre hinweg diskutiert und dann auch viele Jahre zur Umsetzung benötigen, ist diese Aktion ein Beweis dafür, dass schnelle und pragmatische Lösungen möglich sind. Sie zeigt, dass wir nicht für jedes Anliegen auf große Pläne oder langwierige Prozesse warten müssen, um etwas zu verändern.
Manchmal braucht es nur ein paar engagierte Menschen, um Licht ins Dunkel zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes
Im Namen der Poller Nachbarschaft bedanken wir uns bei den Initiatoren für ihren Engagement für Poll

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