Die traurige Entwicklung der Corona-Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

Die traurige Entwicklung der Corona-Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

 

Dazu ein Beitrag von Romes, Steuerberater aus Poll

Von kreißenden Bergen und geborenen Mäuschen – die traurige Entwicklung der Corona-Hilfen

Im Frühjahr2020 geht alles ganz schnell: im ersten Lockdown werden den betroffenen Unternehmern innerhalb von zwei Wochen Corona-Soforthilfen ausgezahlt. Manch einer reibt sich verwundert die Augen – schnelle, unbürokratische Hilfe? In einem Land, in dem Bauanträge schon mal Jahre dauern? Die anfängliche Panik der Menschen vor existentiellen Verdiensteinbrüchen weicht einer Zuversicht: 9.000 € sichern für Freiberufler und Kleinstunternehmer die Bezahlung von Bürokosten und Familienversorgung.

Erste Zweifel folgen allerdings nach wenigen Tagen: Entgegen den „FAQs“ des Landes NRW ist die Hilfe nicht für private Lebenshaltung gedacht – Düsseldorf rudert zurück, gesteht aber immerhin eine Faux-Pas-Pauschale von 2.000 € zu. Die Soforthilfe wird ansonsten nur als Betriebskosten-zuschuss gewährt, unter der Voraussetzung, dass ein Corona-bedingter Liquiditätsengpass vorliegt. Dieser ist gem. den FAQ als gegeben anzusehen, wenn eine von vier Bedingungen erfüllt ist, z.B. ein Auftragseinbruch von mehr als 50%. Auf diese Vorgabe stellen sich die meisten mit der Verwendung der Mittel ein.

Im Juli dann der Schock: Die ersten Abrechnungsbögen verlangen entgegen aller Ankündigungen den Nachweis einer Liquiditätsunterdeckung, d.h. alle Einnahmen während und kurz nach dem Lockdown werden mit den Betriebskosten verrechnet, sodass kaum ein Zuschussbedarf übrig bleibt. Diese spärlichen Umsätze z.B. von Friseuren, Gastronomen, Einzelhandel, Kultur wurden jedoch händeringend für die private Lebenshaltung – ausdrücklich nicht gefördert – verbraucht. Die Verrechnung führt in den meisten Fällen dazu, dass alles zurückgezahlt werden muss. Nach heftigen Protesten besonders durch die DeHoGa werden die Formulare wieder zurückgezogen.

Ende November 2020 dann der eigentliche Hammer: Unter dem Deckmantel eines evtl. Steuernachteils für Soloselbständige wird in der Vorweihnachtszeit, mitten im Lockdown light, erneut eine sofortige Rückzahlung der „zu Unrecht“ erhaltenen Mittel mit einem nur unwesentlich entschärften Meldebogen empfohlen. Damit war für viele Unternehmer und Freiberufler nicht nur Weihnachten zerstört, sondern die gesamte Existenz gefährdet. Viele verzweifelte Anrufe bei uns Steuerberatern zeugen davon, wie sehr diese ungerechtfertigte Rückforderung zu einem mehr als unglücklichen Zeitpunkt den letzten Nerv der Selbständigen getroffen hat. Meine erste Reaktion war: es wird Tote geben. Leider hat sich das bestätigt (Marie Köhler im KStA vom 20.1.2020). Viele haben aus Angst vor Steuernachteilen Geld von Familie und Freunden geliehen um noch vor Silvester die erhaltenen Zuschüsse zurückzuzahlen.

In den Medien ist viel zu lesen vom Soforthilfebetrug (den es unzweifelhaft von Kriminellen mit Mehrfachanträgen und Scheinfirmen gegeben hat). Dabei wird oft der Eindruck erweckt, dass die meisten Empfänger zu Unrecht Geld erhalten haben. Die Wahrheit liegt diesmal allerdings nicht dazwischen, sondern auf der anderen Seite: Wer die Regeln im Nachhinein ändert, verschiebt auch die Moral. Von den stolz durch die Landesregierung verkündeten Soforthilfemitteln von 4,5 Milliarden € wird nicht allzuviel bei den Empfängern verbleiben. Wozu also der ganze Aufwand?

Ich kann nur eindringlich an die Verantwortlichen appellieren: Rechnet die Soforfhilfe so ab, wie ursprünglich vorgesehen. Dann wird vielleicht wieder ein wenig Vertrauen an den Staat entstehen. Das derzeitige Procedere jedenfalls hinterlässt tausende verbitterte Selbständige in die rauhe Post-Corona-Zeit.

 


 

 

Mein Müll, dein Müll, sein Müll

Mein Müll, Dein Müll, sein Müll
Poller Müll, Deutzer Müll,
Corona Müll!

 

Dazu ein Beitrag von Jo, Poller Autor

Zwischen Drehbrücke und Rodenkirchener Brücke ist aufgrund der zunehmenden Besucherzahlen inzwischen eine Situation eingetreten, die mich für weitere frühlingshafte Tage Schlimmes befürchten lässt. Am Rheinufer unterhalb und an der Hochwasser-Schutzmauer der gesamten Länge der Alfred-Schütte-Allee wird die AWB den Abfällen nicht mehr Herr, die Autoraserszene hat sich inzwischen abends fest etabliert und der Weidenweg, als Fahrradstraße ausgewiesen, ist schon jetzt, bei noch frostigen Temperaturen, zugeparkt. Dort gibt es keinen Randstreifen noch offizielle Haltebuchten! Es ist einfach nur der Rasen zum Parken platt gefahren! Im Landschaftsschutzgebiet!

Die beigefügten Fotos entstanden an der Alfred-Schütte-Allee in Höhe Schütte-Werk, heute, Sonntag 07.03.2021 um 17:30 Uhr. Nach Aussagen anderer Poller Bürger hat die AWB heute morgen erst dort gereinigt!. Gegen Shisha-Rauchen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern die Herrschaften ihren Müll von den dort verzehrten Speisen und Getränken ordnungsgemäß entsorgen.

Wie ich höre, gibt es zu den Poller Wiesen ein Gerangel zwischen den Zuständigkeiten zwischen Porz und Deutz. Doch es geht hier um Kölle! Unsere Stadt kann doch nicht wegen Kompetenzwirrwarr und Zwiespältigkeit der Ämter im Müll versinken. Mehrfach habe ich erlebt, dass das Ordnungsamt dort entlang fährt, die Mitarbeiter aber keine Anstalten machen, auszusteigen. Den Einwand des „inflagranti erwischen“ lasse ich nicht gelten. Wir brauchen hier mehr Präsenz und Müllscouts für die gesamten Poller Wiesen, insbesondere in den Abendstunden, wenn bei warmen Temperaturen allenthalben gegrillt wird. Ausserdem muss jetzt dringend etwas getan werden, um die Raserszene einzudämmen – oder warten Sie auf die ersten Opfer und entsprechende Medienberichte?

Auch die Situation der Toiletten müsste Dringlichkeit haben, denn auf der gesamten Länge zwischen Drehbrücke und Rodenkirchener Brücke gibt es so gut wie keine, dennoch tummeln sich jedes Wochenende tausende Menschen hier.

Wenn das so weitergeht, können wir das Vorzeigeprojekt Deutzer Hafen vergessen, wenn wenige Meter daneben Müllberge sich türmen.

 


 

 

Die Drehbrücke ist vorerst Geschichte!

Nun ist es passiert: die Stadt Köln hat die Drehbrücke über den Deutzer Hafen gesperrt.

 

Dazu ein Beitrag von Ichni, aktiver Poller
Nun ist es passiert: die Stadt Köln hat die Drehbrücke über den Deutzer Hafen gesperrt, um eine angeblich sofort notwendige Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks durchzuführen. Die Sperrung dauert offiziell bis zum 31.12.2021, es ist aber nach den vorher genannten Zahlen eher von Sommer 2022 auszugehen. Dabei geht es zunächst in erster Linie um Arbeiten am historischen Brückengeländer…
Konsequenz: Damit wird der Zugang von Deutz zum Poller Rheinufer auf nicht absehbare Zeit gesperrt und eine der meistfrequentierten Radpendlerwege (bis zu 8.000 Radfahrer täglich – ADFC) unterbrochen. Und entgegen der Zusagen der Stadt Köln ist keine geeignete Umleitung für Radfahrer z.B. über den Poller Kirchweg eingerichtet.
Warum wird die Drehbrücke zum jetzigen Zeitpunkt vor Beginn der Arbeiten für den Umbau des Deutzer Hafens überhaupt saniert?
Warum muss dabei die Drehung (und damit Sperrung) überhaupt erfolgen, wenn nach Schließung der Mühle nur noch ein gewerblicher Anlieger im Hafengelände (Theo Steil Schrotthandel) aktiv ist (für dessen gelegentliche Schiffstransporte dann die gesamte weitere Anliegerschaft und der Pendlerverkehr ausgesperrt wird)?
Und warum ist die Stadt Köln bei einem Kostenvolumen von ca. 3,5 Mio € (nur für die Sanierung der Drehbrücke, nicht für den Deutzer Hafen!) nicht in der Lage, z.B. eine Fahrradstraße über den Poller Kirchweg von der Drehbrücke zum Schnellert einzurichten? Eine jetzt erforderliche mehrfache Überquerung der Siegburger Straße ist für Radfahrer aufgrund des Verkehrs und der Ampelschaltung nicht akzeptabel.
Vom Zugang der vielen Spaziergänger in Corona-Zeiten zum Rheinufer und von Obdachlosen zur OASE-Betreuungsstätte will ich gar nicht reden.
Es hat sich leider wieder bestätigt, dass in dieser Stadt nichts wirklich durchdacht abläuft. Die Drehbrücke jedenfalls ist Geschichte – nicht nur aufgrund ihres Alters von 113 Jahren, sondern auch aufgrund der naheliegenden Vermutung, dass eine Wiedereröffnung vor Fertigstellung des neuen Deutzer Hafens wohl nicht mehr erfolgen wird. Das heißt viele von uns hatten jetzt am ersten frühlingshaften Wochenende die für immer letzte Gelegenheit, das altehrwürdige Bauwerk zu überqueren. Freuen wir uns auf den ersten bemannten Flug zum Mars, der ist absehbar.

Quelle und mehr Informationen AK Verkehr Poll+

 

 

Vom Westen kommt ein A4plus auf / Versetzung von Rodenkirchener Brücke

Vom Westen kommt ein A4plus auf / Ausbau A4 und Rodenkirchener Brücke

 

Eine Kolumne von Tanja:

Bei Gesprächen mit Poller Bürger*innen fällt auf, dass viele noch gar nichts von dem anstehenden Ausbau der A4 und der Rodenkirchener Brücke von sechs auf acht Spuren wissen.

Straßen.NRW (für den überregionalen Straßenbau in NRW verantwortliche Landesbehörde) ist mit der Planung des Ausbaus zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Süd und dem Autobahnkreuz Köln-Gremberg beauftragt. Auch die Rodenkirchener Brücke ist Teil des Ausbauvorhabens und soll verbreitert oder durch eine zweite Brücke ergänzt werden.

Dieser Ausbau wird weitreichende Folgen für ganz Poll haben, nicht nur in Bezug auf Immissionen von Lärm und Schadstoffen, auch für das Verkehrsaufkommen in Poll sowie für die Landschaftsgestaltung bzw. der Vernichtung von Grün- und Freizeitflächen, Gärten und Feldern. Zudem dürften einige Anwohner*innen auch um den Fortbestand ihrer Häuser und Grundstücke fürchten oder müssen mit einer drastischen Verschlechterung der Wohn- und Lebensqualität rechnen, wenn die Autobahn deutlich näher an Wohngebiete rückt.

Im Juni diesen Jahres sollte allen Poller*innen ein Schreiben von Straßen.NRW zugestellt werden, das über den Bau informiert. Dieses Schreiben wurde aber nur in einigen, wenigen Straßen in Poll verteilt. Hier möchte ich diese Infos mal für alle weitergeben (Infobriefs).

Um schon während des momentan stattfindenden Planungsprozesses kontinuierlich informiert zu werden, muss sich eine Bürgerinitiative gründen. Nur so haben Poller*innen überhaupt eine Chance, über Bauvarianten mit abzustimmen und Einfluss auf die Durchführung der mehrere Jahre dauernden Baumaßnahmen zu nehmen (z.B. Wo geht der Baustellenverkehr lang?).  Sie können sich auf der Liste der Interessenten bei „A4Plus-Kreis-Poll“ eintragen lassen, um Informiert zu bleiben, oder Aktiv zu werden.

Nutzen Sie die Möglichkeit sich ein Bild der Planungen zu machen und lassen Sie nicht zu, dass die Behörde uns Poller Bürger*innen vor vollendete Tatsachen setzt und unsere Wohn- und Lebensqualität einschränkt!
Eine Kolumne von Tanja / aktive Nachbarin


Offizielle Infos zum Bauvorhaben gibt es auf den Projektseiten von Straßen.NRW: www.a4plus.nrw.de

Öffentliches Plattform der Poller Nachbarschaft zum Thema Verkehr: verkehrpoll.ideentausch.org

Es mehren sich stimmen gegen den Abriss der Rodenkirchener Brücke

RobFoto: CC BY-SA 4.0 Superbass via Wikimedia Commons

 

 

Eine Stellungnahme der Bürgervereinigung Rodenkirchen:

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen ist gegen den Abriss der Rodenkirchener Brücke. Zwar stellt sie sich keinesfalls gegen die Erweiterung der Brücke, denn sie ist wegen der überlasteten Verkehrssituation auf dieser wichtigen europäischen Verkehrsachse auf der A4 nötig. Aber trotz der Erweiterungspläne ist sie der Meinung, dass die denkmalgeschützte Rodenkirchener Brücke erhalten bleiben muss.
Argumente gegen den Abriss

Die Rodenkirchener Brücke gilt als eingetragenes Baudenkmal und hat ihren besonderen Wert als anerkanntes Kulturgut, das sogar international. Das macht die Brücke zu einem bewahrens- und schützenswerten Bauwerk. Zudem prägt die Brücke das Ortsbild und gilt als das Wahrzeichen von Rodenkirchen. Daher sind die Bürgerinnen und Bürger in Rodenkirchen auch emotional stark mit “ihrer” Brücke verbunden. Seit Beginn der Planung ist die Bürgervereinigung Rodenkirchen vertreten im Dialog Forum A4plus zum geplanten Ausbau. Als Mitglied im Forum hoffen wir nun auf konkrete Informationen in dem nächsten Treffen im Februar über die uns bereits angekündigten baulichen Alternativen. Mit Spannung wird der Tagesordnungspunkt “Ergebnisse der Untersuchungen zur Rodenkirchener Brücke” erwartet. Denn das Gutachten wurde noch nicht veröffentlicht. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen wünscht sich, dass eine gute Lösung im Dialog gefunden wird, damit die Rodenkirchener Rheinbrücke erhalten bleibt.

Ein Beitrag von der Bürgervereinigung Rodenkirchen
Quelle: https://www.buergervereinigung-rodenkirchen.de/gegen-den-abriss-der-rodenkirchener-bruecke-unveroeffentlichte-fotos-vom-brueckenbau-1940


Offizielle Infos zum Bauvorhaben gibt es auf den Projektseiten von Straßen.NRW: www.a4plus.nrw.de

Öffentliches Plattform der Poller Nachbarschaft zum Thema Verkehr: verkehrpoll.ideentausch.org

Sie können sich auf der Liste der Interessenten bei „A4Plus-Kreis-Poll“ eintragen lassen, um Informiert zu bleiben, und ggf. Aktiv zu werden.

Ist die Inzidenzzahl als Maßstab für die Bewertung der Krise zeitgemäß und ausreichend?

Ist die Inzidenzzahl als Maßstab für die Bewertung der Krise zeitgemäß und ausreichend?

 

Eine Kolumne von Tom:

Stellen Sie sich vor, Peter geht am Samstag für 2 Stunden im Wald Pilze sammeln und findet 20 Pilze. Am Sonntag geht Peter 6 Stunden lang Pilze suchen und findet 40 Pilze. Peter behauptet dann, dass sich die Anzahl der Pilze im Wald von Samstag auf Sonntag verdoppelt habe, weil er Doppel so viele Pilze gefunden hat.
Das stimmt natürlich nicht, denn er hat am Sonntag einfach dreimal länger gesucht.

Das gleiche gilt mit Anzahl der Corona-Tests. Je mehr man testet desto mehr Infizierte entdeckt man.
Das Prinzip „Mehr Tests, höhere Inzidenzzahl! Und weniger Tests, geringere Inzidenzzahl!“ ist methodisch falsch und schon lange nicht mehr zeitgemäß.
Diese Willkürlichkeit darf nicht als Maßstab für wichtige Entscheidungen, bzw. das Unterlassen von nötigen Entscheidungen in der Gesellschaft verwendet werden. Die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen sollte sich nach einem „vernünftigen Bezugsrahmen“ richten. Selbstverständlich bietet auch das RKI andere Zahlen und Methodiken zur Erkennung des Entwicklungsverlaufs der Corona-Ausbreitung in Deutschland, die aussagekräftiger und sinnvoller sind als die Inzidenzzahl nach gefunden Fällen. Aber die Bundesregierung hat sich ausdrücklich für die Inzidenzzahl als Maßstab für ihr Handeln entschieden.


Die Tatsache bleibt, dass die Inzidenzzahl eine zufällige und sogar manipulierbare* Größe mit geringer Aussagekraft ist. Die Inzidenzzahl eignet sich eher für politische Aktionismus bzw. könnte sie ggf. verbergen, dass nötige Maßnahmen unterlassen werden.

Das Verwenden von willkürlichen Zahlen ist nicht wissenschaftlich korrekt und es ist für eine sinnvolle Bewältigung der Krise denkbar ungeeignet.
Wir sind alle aufgerufen diese politische Handhabung der Bundesregierung in der Corona-Krise zu hinterfragen.

Eine Kolumne von Tom / Wissenschaftler und aktiver Bürger


*) Wenn die Politik mehr staatlich kostenlose Tests anbietet und mehr Vorschriften zur Vorlage eines Negativtests erlässt, dann gibt es folglich mehr Tests und die Inzidenzzahl steigt. Sollte man die politische Förderung und Forderung von Tests herunterfahren, dann manipuliert man die Inzidenzzahl wieder nach unten. Das hat keine Aussagekraft über die tatsächliche Corona-Situation in Deutschland.

Wer findet das Ei des Kolumbus? Siegburger Straße wird neu gedacht.

Wer findet das Ei des Kolumbus? Siegburger Straße wird neu gedacht.

 

 

Eine Kolumne von Heinz:

Um das „Poller Haus“, Siegburger Str., ist es in der letzten Zeit stiller geworden.
Mein Kenntnisstand ist:Abriss des gesamten Komplexes (Flachbauten und Wohnhaus) und Erstellen von Wohnungen.Im Erdgeschoss soll ein Vollversorger (EDEKA, REWE?) Einzug halten. Und darunter sollen Tiefgaragen, auch für die Kunden, entstehen.
Der „Poller Marktplatz“ soll in diesem Zuge eine Aufwertung erhalten.*


Nun stellen Sie sich die geschaffene Realität einmal vor:

Motorisierte Kunden aus Richtung Porz blockieren (weiterhin) zunehmend die Siegburger Str., bis sie endlich im „Loch“ / Tiefgarage verschwinden …

Und Motorisierte aus Richtung Deutz warten auf den Bahnschienen, bis auch sie, als Linksabbieger, in der „Gruft“ verschwinden“ können….

Wo befindet sich (zur Zeit) der nächste Fußgänger-Überweg zum Erreichen der anderen Straßenseite? Ein hin- und herspringen der Fußgänger ist schon jetzt vorprogrammiert.

Und der zu favorisierende Ausbau des ÖPNV bleibt bei solch einer Denke auf der Strecke.


Interessante Vorbilder gibt es schon:

Kennen Sie die Haupteinkaufsstraße in Köln-Rodenkirchen, wo es in einem wirklich nur sehr begrenzten Umfang Parkplätze gibt? Da funktioniert das Einkaufen auch ohne die Beförderung auf 4 Rädern.

Kennen Sie die Einkaufsstraße in Frechen-City, wo für die Durchfahrt nur noch die Straßenbahn Linie 7 zugelassen ist?

Wären solche Lösungen, das Ei des Kolumbus für Poll?

Eine Kolumne von Heinz / aktiver Radfahrer und engagierter Poller

 


*) Hinweis von der Redaktion: Es wird von der Bezirksvertretung geprüft, ob Poller Marktplatz zum einen Parkplatz für Autos verwandelt werden soll. Aber die Poller Bürgerschaft hält mit der Aktion „Op dem Maat“ dagegen. www.opdemmaat.de

Nun endgültig: Drehbrücke wird ab Ende Feburar 2021 für mindestens ein Jahr voll gesperrt

Nun endgültig: Drehbrücke wird ab Ende Februar 2021 für mindestens ein Jahr voll gesperrt

 

 

Nun endgültig: Drehbrücke wird ab Mitte Februar 2021 für mindestens ein Jahr voll gesperrt, auch für Radfahrer und Fußgänger.

Dazu ein Beitrag von Ichni, aktiver Poller

Warum die Sanierung vor dem Umbau des Deutzer Hafens erforderlich ist erschließt sich nicht wirklich. Bereits jetzt ist der Schiffsverkehr – und damit die regelmäßige Drehung der Brücke – auf ein Minimum reduziert. Auch wenn hier grundsätzlich das Risiko einer Havarie der Brücke besteht – wenn spätestens nach dem anstehenden Umzug der Mühlen und der Theo Steil KG keine Bewegung der Brücke mehr erforderlich ist stört auch keine Störanfälligkeit.
Hier meine ganz persönliche Prognose: Die Drehbrücke wird für die Sanierungsarbeiten quer zur Fahrbahn gedreht und erst nach der Einweihung des Sportboothafens und nach der Fertigstellung des neuen Deutzer Hafengeländes wieder für den Fuß- und Radverkehr wieder aufgemacht. Ich weiß nicht ob ich dies noch als aktiver Radfahrer erleben werde. Dies bedeutet aber der von Radpendlern und Ausflüglern benutzte Weg am Rheinufer entlang für mindestens die nächste Dekade eine Sackgasse sein wird.
Jedenfalls können wir auf die Umleitungsstrecke für die Radfahrer und die beidseitig zu befahrende rheinseitige Engstelle an der Kreuzung Hasental gespannt sein.
Quelle und mehr Informationen AK Verkehr Poll+


 

 

Kleine Vorboten der Verkehrswende?

Auch große Konzerne reagieren schon auf die lokale Verkehrswende

 

 

color_keyFoto 2020 Heike

Wer bei ALDI in Poll (Poller Kirchweg) einkaufen geht, hat es sicherlich schon mitbekommen.
Nach einer Grundsanierung und einem an die neuen Einkaufsgepflogenheiten angepassten Verkaufskonzept Ende November 2020 stehen nunmehr 24 sehr gut konzipierte Fahrrad-Abstellanlagen zur Verfügung – vor dem Umbau waren es nur 6 Stellplätze.

Dazu hat ALDI drei Autoparkplätze vor der Tür kurzerhand in drei zusätzliche Fahrradreihen umgewandelt.

ALDI-Süd reagiert damit auf den gesellschaftlichen Wandel hin zum „Mehr-Fahrrad“, was für die Menschen in Köln längst Alltag geworden ist.
Es bleibt zu hoffen, dass immer mehr Akteure auf diesen Wandel fördernd reagieren, genauso, wie es ALDI-Süd bei uns in Köln-Poll getan hat.

Ein Wermutstropfen wäre vielleicht die (noch) fehlende Ladestation für die Drahtesel, wie von mir vorgeschlagen. An der Stelle geht ALDI in Köln-Zollstock schon mit gutem Beispiel voran.

Eine Beitrag von Heinz / aktiver Radfahrer und engagierter Poller


Abfall vermeiden und Zero Waste (EU Aktion) 2021 auch in Poll?

Zur europäischen Woche der Abfallvermeidung

21.11.2020 – 29.11.2020

Motto 2020: Abfälle, die wir nicht sehen: Mikroplastik

Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Tausende Aktionen zeigen europaweit jedes Jahr Alternativen zu Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf. Jeder und jede Einzelne kann etwas tun. Vom 21. bis 29. November 2020 findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt.

 

Gestalten Sie die Abfallvermeidungswoche mit: Präsentieren Sie Ihre Ideen, neue Projekte, organisieren Sie Online-Veranstaltungen oder Diskussionsrunden. Die Europäische Woche der Abfallvermeidung findet vom 21. bis 29. November 2020 in ganz Deutschland, 33 Ländern Europas und angrenzenden Staaten statt.

Das Jahresmotto 2020 lautet „Invisible Waste:Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“ mit dem Schwerpunkt „Unsichtbare Abfälle“ im Bereich Abfallvermeidung. Das Jahresmotto ist eine Orientierung, Akteure sind grundsätzlich frei in ihrer Themenwahl.

Die Anmeldung war bis 19. November 2020 möglich.  (Breiten Sie sich für die Anmeldung 2021 vor!)

 

online Auftaktveranstaltung „Zero Waste“
am 23.11.2020 von 10 Uhr – 11:30 Uhr

 

AWB ist aktiv dabei. (Aktionsseite der AWB!)

AWB Tauschbörse Weggeben statt Wegwerfen  https://www.awbkoeln.de/tauschboerse/

 


Hinweis: VeeedelNEWS ist ein offenes Nachbarschaftsprojekt aus Poll.
DH: Sie, aus Poll, können hier gerne als Hobby-Journalist oder Hobby-Fotograf dabei sein.(Alles online)