Corona und die zwischenmenschliche Kommunikation

22.05.2020

Corona und die zwischenmenschliche Kommunikation

Im März 2020, am Anfang der Corona-Krise also, machte man sich Gedanken über die Versorgungssicherheit – die Regierung musste die Versorgung der Bevölkerung mit Schutzmasken und Krankenhausbetten, die Bürger die eigene Eindeckung mit Nudeln und Toilettenpapier sichern. Nachdem die Grundbedürfnisse der unter Kontrollverlust Leidenden befriedigt waren und man irgendwann keine Pasta mehr sehen konnte, wurde allmählich klar, dass wir eines unserer tiefsten Grundbedürfnisse außer Acht gelassen hatten: das Verlangen nach Nähe zu unseren Mitmenschen. Zwar hat manch so einem das abrupte Herunterfahren jeglicher Lebensbereiche etwas Ruhe und lang ersehnte Zeit für sich beschert. Nur ein paar Wochen später jedoch sehnte man sich nach Wärme seiner Mitmenschen, welche digitale Medien nicht im Stande sind zu ersetzen – nicht umsonst entstand der Trend, Bäume zu umarmen.

Der lebendige Kontakt bleibt also die dem Menschen zuträglichste Form der Interaktion, die Corona -Zeit brachte dennoch eine interessante und unerwartete Entwicklung mit sich. Sie vereinte nämlich die digitalen Vorreiter und diejenigen, die sich bis dato aus verschiedenen Gründen scheuten, moderne Kommunikationstechnologien zu nutzen. Der digitale Fortschritt hat für viele seinen Schrecken verloren und moderne Medien für immer mehr Menschen Alltag werden lassen, so wie einst das Telefon. Andererseits lernen viele der „digital natives“ und deren Gleichgesinnten ganz sicher wieder die Vorzüge des ursprünglichen sozialen Miteinanders wertschätzen. Eines Miteinanders ohne stockende Bilder und unterbrochenen Ton, dafür mit Getränken und Umarmungen!

Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

Corona-Krise als Motor der Entwicklung?

10.05.2020

Corona-Krise als Motor der Entwicklung?

Der Klimawandel ist wegen der Corona-Pandemie kurzzeitig in den Hintergrund gerückt, das Thema wurde jedoch unter verschiedenen Blickwinkeln immer wieder aufgegriffen. Mal war es die pflichtbewusst vorgetragene Idee, dass die Finanzhilfen doch auch in die Gestaltung umweltfreundlicher Produktion fließen könnten. Dann hieß es, die Luftqualität sei besser geworden, später auch wieder nicht. Dieses kurze „Nicht“ wurde von manch so einem aufgegriffen, um Dieselfahrverbote zu kritisieren. Die Rufe der Wissenschaftler, dass man für Schlussfolgerungen verschiedene Faktoren berücksichtigen müsse, verschwanden im Rauch der an Geschwindigkeit gewinnenden Diskussion über die tatsächliche Umweltschädlichkeit der Dieselfahrzeuge und über Kaufprämien für neue Verbrennmotor-Autos. Dabei sollte man sich vielleicht gerade jetzt an die Visionen von Rudolf Diesel –  Erfinder des gleichnamigen Motors – erinnern. Bei dessen Entwicklung wurde er von seinen Zukunftsvorstellungen vorangetrieben. Jetzt, 100 Jahre später, können wir uns ein Beispiel daran nehmen und die Chance nutzen, die zur Verfügung stehenden Ressourcen in innovative, klimaschonende und sozialverträgliche Mobilitätsmodelle zu investieren, anstatt uns in alter Sicherheit zu wiegen.

Die gegenwärtige Krise wird vielerlei Veränderungen nach sich ziehen, so viel ist klar. Es liegt in unseren Händen, die Zukunft unserer Kinder nachhaltig zu gestalten.

Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

Maifeiertag und die Corona-Krise

Der Maifeiertag und die Corona-Krise
Ein Schreibexperiment

Momentan hat gefühlt jedes in den Medien behandelnde Thema etwas mit der Corona-Pandemie zu tun. Da bietet es sich geradezu an, auch den Maifeiertag in diesen Kontext einzubinden, zumindest sprachlich.
Ein journalistisches Experiment mit möglichst vielen Wörtern aus dem Corona-Sprachschatz.

Während sich der sonst so launische, in diesem Jahr aber außergewöhnlich sonnige April doch noch mit Schauern verabschiedet, blicken alle Deutschen gespannt wie nie in Richtung Bundeshauptstadt. In der Videokonferenz der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten soll beschlossen werden, wie die sukzessive Rückkehr zur Normalität stattfinden soll. Wird die Kontaktsperre gelockert? Ist Schluss mit dem Homeschooling, bevor die Nudelvorräte zu Ende sind? Darf der erlebnisdurstige Nachwuchs endlich wieder auf den Spielplatz und in den Tierpark, um der nach Ruhe hungernden Mutter etwas Zeit für die rechtlich sichere Homeoffice-Beschäftigung zu verschaffen?

Der erste Mai steht vor der Tür, ein mehrfach im Brauchtum gefeierter wie politisch ereignisreicher Tag. Ganz in diesem Sinne lesen wir auch über all das, was am 1.Mai verboten oder erlaubt ist. Die unzähligen Artikeln und Reportagen zu diesem Thema sind repräsentativ für unsere momentane Stimmung der „verboten-erlaubt“ – Abwägungen und der allgegenwärtigen Unsicherheit und Ungewissheit. Schließlich hat man den Übergang zu Monat Mai seit Jahrhunderten im Brauchtum gefeiert, wobei der Maibaum und der Tanz in den Mai aus dem Frühling nicht mehr weg zu denken sind. Auch den internationalen Tag der Arbeit wird seit über 100 Jahren genutzt, um auf die Belange der Arbeitnehmer aufmerksam zu machen. Doch die Kontaktsperre und die Angst vor einer steigenden Ansteckungskurve lassen dieses Jahr die Birken im Wald und die Menschen zu Hause bleiben.

Schlussendlich ist Eines ganz sicher: Liebe und Solidarität, welche dieser Tag schon immer gefeiert hat, werden die Ausgangssperren überdauern und in genau einem Jahr die Mai-Tradition fortsetzen. Ohne Mundschutz lässt sich die Romantik dann noch besser genießen!

Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

Langeweile?

Langeweile?

In den letzten fünf Wochen des „Bleibt-Zuhause“ in Deutschland trifft man in den Medien und im Internet immer öfter auf Ratschläge gegen Langeweile, und das nicht nur bei Kindern (wie wir es sonst kennen). Hoch im Kurs ist Basteln, gefolgt von Streamingdiensten für Filme, Möglichkeiten zur Online-Buchleihe und und und…. Mir zwingt sich die Frage auf: bei wie vielen ist tatsächlich Langeweile aufgekommen? Hätte dieser Zustand durchaus positive Aspekte?

In der momentanen Situation würden sich wahrscheinlich viele Erwachsene eher glücklich fühlen, hätten sie doch bloß etwas Zeit für einen sonst undenkbaren 18-Stunden Serienmarathon – nur aus purer Langeweile. Fehlanzeige. Wenn es nicht gerade im systemrelevanten Beruf gearbeitet wird und einem durch verkürzte Arbeitszeit etwas vom Tag bleibt, wird auf einmal die Notwendigkeit zu einem neuen Wohnzimmer-Anstricht, Badrenovierung oder gar zu einem kompletten Möbelaustausch gesehen. Es wird gebohrt, gewerkelt und an vielen Straßenecken stapelt sich zur Abholung bereitgestellter Sperrmüll. Und auch unser gemeinschaftlicher Gemüsegarten sieht in diesem Jahr außerordentlich gepflegt aus.

Wenn auch die Buchhandlungen demnächst wieder öffnen dürfen, dann kann die Langeweile endlich kommen. Hoffentlich.

Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

Kohlrabi kennt keine Quarantäne

Kohlrabi kennt keine Quarantäne
Während viele Arbeitende in der Corona-Zeit im Homeoffice ausharren, meldet sich spätestens mit dem astronomischen Frühlingsanfang am 21. März eine Berufsgruppe zu Wort, für die Heimarbeit keine Option ist – die Landwirte. Das Einreiseverbot für alle Saisonarbeiter aus dem europäischen Ausland trifft insbesondere die Landwirtschaft hart. In diesem Jahr werden zehntausende Kräfte auf den Feldern der Großproduzenten fehlen. Aber Kohlrabi, Erdbeeren und Spargel nehmen keine Rücksicht auf menschliche Befindlichkeiten, Krisen und Katastrophen, hier herrschen einfache Naturgesetze: nicht gesät – nichts zu ernten. Und wir sind bei weitem nicht bereit, uns nur noch von Wildkräutern und Waldfrüchten zu ernähren. Erfreulicherweise ist unser Poller Bauernhof aus der Hinsicht besser aufgestellt. Das Familienbetrieb arbeitet nahe zu autark, wobei die Familie sich jederzeit – und nicht nur in dieser Krise – über eine helfende Hand aus der Nachbarschaft freut.
In dieser schwierigen Lage haben wir nun die Zeit uns um das zu kümmern, was für uns und unsere Zukunft wichtig ist. Und vielleicht gehört auch ein kleiner Bauernhof in der Nachbarschaft dazu. Der Bauernhof (Auf dem Sandberg 66) nimmt nachbarschaftliche Hilfsangebote gerne an. So lässt sich das Gemüse doppelt genießen. Einmal über den Geschmackssinn und ein einmal über das gute Gewissen.
Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

Vom Nagetier zum Elefanten

Elefanten leben länger
Die allgegenwärtige Corona-Pandemie hat in uns Menschen in gewisser Weiser ein paar Tierinstinkte hervorgebracht. Stichwort: „Hamsterkäufe“, die bereits ausführlich aus vielen Perspektiven analysiert wurden. Hamster als niedliches Nagetierchen lebt eigentlich lieber alleine, auch wenn er per se nichts gegen andere seiner Art hat. Wir – Homo sapiens – sind anthropologisch gesehen Herdentiere, wie die Elefanten. Die Herdentiere haben von je und je die jüngsten und die ältesten Mitglieder ihrer „Population“ beschützt und für sie gesorgt.
Es fällt insbesondere jetzt auf, dass ältere Menschen beim Einkauf etwas benachteiligt sind. Sie sind zum Beispiel meist weniger mobil oder sie können weniger tragen. Würden sich unsere älteren Freunde, Großeltern oder Nachbarn gekränkt fühlen, wenn wir ihnen Hilfe anböten? Möchten sie uns nicht zu Last fallen und wir akzeptieren es stillschweigend? Oder trauen wir uns nicht, nachzufragen? Schließlich gibt es ja gute Beispiele von „Alt hilft Jung“, es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt  andersherum noch aktiver zu werden. Man könnte ja damit anfangen, bei seinen Nachbarn (gleich wie jung) nachzufragen, ob sie vielleicht Hilfe bräuchten oder ob man beim nächsten Einkauf eine Kiste Wasser mitbringen solle. In unserem kleinen Poll könnte dadurch ein großer Zusammenhalt entstehen, der uns dann gewiss auch in guten Zeiten von Nutzen sein wird. 

Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

 

 

 

 

Gerne verweisen wir auch auf die informative Webseite der Stadt Köln

Häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus
Köln ist auf Corona-Verdachts- oder Erkrankungsfälle bestmöglich vorbereitet ***

Gesundheitsamt, Krankenhäuser, die niedergelassene Ärzteschaft, die Feuerwehr sowie der Rettungs- und Transportdienst stehen in engem Kontakt miteinander, um die Ausbreitung des Corona-Virus in Köln zu verhindern.
Kölner Bürgerinnen und Bürger, die aus Risiko-Gebieten nach Köln einreisen und sich Sorgen machen, möglicherweise mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert zu sein, können sich an die ambulante Versorgung der kassenärztlichen Vereinigung in Köln wenden, die rund um die Uhr gesichert ist.
Gleichzeitig haben wir ein ein Bürgertelefon eingerichtet, bei dem sich besorgte Bürgerinnen und Bürger informieren können: 0221 / 221-33500. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
Ob ein Labortest auf eine Infektion mit dem Corona-Virus notwendig ist, entscheidet die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt.
Immer, wenn notwendig, wird jede Ärztin/jeder Arzt und jedes Krankenhaus das Gesundheitsamt hinzuziehen, wofür das Gesundheitsamt rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung erreichen Sie unter 116117.
Unser Bürgertelefon erreichen Sie unter 115.
***) Quelle Stadt Köln, https://www.stadt-koeln.de/artikel/69366/index.html

Haben Sie weitere Erkenntnisse? Dann schreiben Sie uns gerne an!

„Corona-Ferien“ Fluch & Segen

Mal bewusst die gemeinsame Zeit genießen
Seit vergangenem Montag sind alle KiTa- und Schulkinder zu Hause: eine Umstellung sowohl für die Eltern, als auch für die Kinder, die zudem ihre sozialen Kontakte reduzieren sollen. Die Gesundheitsbehörden warnen ausdrücklich davor, Notbetreuungsgemeinschaften zu Hause unter Eltern zu bilden, da sich das Virus auf diese Weise in noch breitere Schichten ausbreiten könnte. Wie wäre es mal mit eigenen Kindern bewusst die gemeinsame Zeit genießen? Bei all dem negativen Stress könnte man der erzwungenen Schulpause auch etwas Gutes abgewinnen und sich auf das Wesentliche – die Eltern-Kind Beziehung – konzentrieren. Nicht nur unsere wunderbaren Poller Wiesen bieten hierzu eine gute Möglichkeit, sondern auch der Bürgergarten „Auf dem Sandberg“. Der Frühling naht und nimmt keine Rücksicht auf Viren, Arbeitsstress und Schulferien. Der Boden will umgegraben, die Bäume beschnitten und das Saatgut auf der heimischen Fensterbank vorgezogen werden. Warum nicht dann mal am sonnigen Mittwochnachmittag die Kinder schnappen und Stündchen im Bürgergarten naturnahen Unterricht machen? Auch die Viren verbreiten sich draußen nachweislich nicht so schnell, man entflieht dem Corona- Wahnsinn und tankt Kraft für die restlichen Wochen. Der Garten freut sich!
Eine Ko­lum­ne von Talya / Politikwissenschaftlerin aus Poll

 

 

 

 

 

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Kölner Bürgerinnen und Bürger, die aus Risiko-Gebieten nach Köln einreisen und sich Sorgen machen, möglicherweise mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert zu sein, können sich an die ambulante Versorgung der kassenärztlichen Vereinigung in Köln wenden, die rund um die Uhr gesichert ist.
Gleichzeitig haben wir ein ein Bürgertelefon eingerichtet, bei dem sich besorgte Bürgerinnen und Bürger informieren können: 0221 / 221-33500. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
Ob ein Labortest auf eine Infektion mit dem Corona-Virus notwendig ist, entscheidet die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt.
Immer, wenn notwendig, wird jede Ärztin/jeder Arzt und jedes Krankenhaus das Gesundheitsamt hinzuziehen, wofür das Gesundheitsamt rund um die Uhr zur Verfügung steht.
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